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Bekämpfung des Borkenkäfers

Einblicke in den Kampf gegen den Borkenkäfer – Stand September 2023

Zuletzt hatte der Borkenkäfer im Jahr 2019 zugeschlagen und in unserem Wald ein Loch gerissen.

 

Nachdem danach einigermaßen Ruhe war, hofften wir auch dieses Jahr, dass wir von ihm verschont bleiben. Der nasse Jahresbeginn gab dieser Hoffnung Auftrieb.

 

Dann kamen Juni und Juli mit Trockenheit und Hitze – ideale Bedingungen für den alt bekannten Schädling! Unsere Fichten trockneten immer mehr aus und konnten kein Harz bilden, das ihm Paroli hätte bieten können.

 

Ende Juli waren dann die ersten Fichtenkronen sichtbar braun. Innerhalb einer Woche war ein ganzes Waldstück mit ca. 5 Ar – das sind 500 m²! - Baumbestand vom Borkenkäfer befallen.

 

  

Gegen Corona konnten wir in kürzester Zeit ein Impfserum herstellen. Gegen den Borkenkäfer gibt es kein Gegenmittel, ohne den Wald chemisch zu verseuchen. Da hilft nur eines: rechtzeitig die befallenen Bäume entfernen!

 

Daher war schnelles und umgehendes Handeln angesagt. Bäume fällen, entasten, die Stämme mit Seilwinde aus dem Wald ziehen und abtransportieren, die nicht vom Borkenkäfer befallenen Äste sammeln und am Waldrand aufeinanderstapeln, – das waren in diesen Tagen die wichtigsten Arbeiten, um die Vermehrung des Schädlings zu stoppen.

 

Leider gibt es Waldbesitzer, die keine rechte Beziehung zu ihrem Wald haben oder denen das nötige Wissen fehlt; die sind dann mit dieser Situation überfordert. Andere wiederum sehen kaufmännisch keinen Handlungsbedarf. Somit kann sich der Borkenkäfer ohne Gegenwehr bei ihnen ausbreiten, in anderen Waldstücken niederlassen und auch dort sein Unwesen treiben.

 

Es war nur gut, dass wir innerhalb der Familie und im Bekanntenkreis fleißige Helfer haben. Ohne die mitarbeitenden Hände wäre ein solches Unterfangen in Eigenleistung nicht möglich gewesen.

 

Glücklicherweise haben alle Familienmitglieder und teilweise auch Bekannte den Motorsägenlehrschein A sowie den dreitägigen Sägeschein B, der auch zum Fällen großer Stämme mit Durchmesser über 25 cm in Brusthöhe befähigt.

                                                                                                            

Die gefällten Bäume lassen wir teilweise im Sägewerk weiterbearbeiten. Somit können wir das meiste Holz noch als Konstruktionsholz oder als Brennholz für unseren Kultur und Erlebnishof weiterverwenden.

 

Die Waldbewirtschaftung ist eines unserer Standbeine. Wir achten dabei auf sicheres, ökologisches, ökonomisches und sozial nachhaltiges Bewirtschaften. Deswegen sind wir auch PEFC-zertifiziert.

 

Was bedeutet diese Zertifizierung?

 

PEFC ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung „Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes“, also ein „Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen“.

 

PEFC ist ein transparentes und unabhängiges System zur Sicherstellung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Die PEFC-Zertifizierung ist damit eine Art weltweiter „Wald-TÜV“. Holz- und Papierprodukte mit dem PEFC-Siegel stammen aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Waldbewirtschaftung.

 

Familie Baumeiser

Feuerleshof

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